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Begründer: Prof. Dr. Vaclac Vojta (Neurologe)TherapieprinzipIm Gegensatz zu anderen Therapieformen, werden Bewegungsabläufe wie Gehen oder Aufrichten nicht primär trainiert, sondern es werden angeborene, bei jedem Menschen gespeicherte, komplexe Bewegungsmuster reflexartig aktiviert. Einem gesunden Kind stehen bereits im ersten Lebensjahr sämtliche Bausteine dieser elementaren Bewegungsmuster zur Verfügung: Greifen, Umdrehen, Krabbeln bis zum freien Aufstehen und Gehen. Aber auch bei der Geburt ist schon ein analoges Muster zum Gehen vorhanden und kann reflexogen mittels Vojta Therapie bereits abgerufen werden, vom Kind aber noch nicht spontan gezeigt werden. Durchführung der TherapieIn bestimmten Ausgangsstellungen werden durch Fingerdruck des Therapeuten an bestimmten definierten Zonen die Bewegungskomplexe reflexartig (die Muskelspannung erfolgt NICHT willkürlich) aktiviert. Einsatzgebiete der PhysiotherapieBei allen Beeinträchtigungen der „normalen“ menschlichen Haltung und Bewegung z. B.durch:
WirkungBei all den oben genannten Krankheitsbildern wird die Vojta-Therapie erfolgreich eingesetzt. Es wird angenommen, dass es durch wiederholte Aktivierung der angeborenen Bewegungsmuster zu „Freischaltungen“ bzw. Neubahnungen innerhalb funktionell blockierter Nervenbahnen kommt. Durch die Therapie werden ehemals gesunde Bewegungsmuster reaktiviert und den Patienten/innen stehen bei all ihren Bewegungen im Alltag optimierte Muskelfunktionen unbewusst zur Verfügung. |
| ... ist eine aktive Bewegungstherapie, die das sinnvolle Zusammenspiel aller Muskel und Gelenke des Körpers über eine Verbesserung der Reizbildung und -leitung im nervalen und muskulären System trainieren soll. Komplexe Bewegungsabläufe lassen sich in eine Vielzahl verschiedener Grundmuster von Muskel(gruppen)bewegungen zerlegen. Diese Pattern (Muster) verlaufen dreidimensional und diagonal durch den gesamten Körper, da die Muskulatur spiralig angelegt ist. Sie sind für das ungeübte Auge unauffällig, obwohl sie bei normaler Motorik immer vorhanden sind. Diese Grundmuster können nun mit verschiedenen Techniken gemeinsam mit den Patienten/innen isoliert trainiert und anschließend wieder zu der jeweiligen komplexen Bewegung zusammengesetzt werden. Die PNF-Methode macht sich dabei auch den Umstand zunutze, dass sich das Gehirn an komplexe Bewegungsabläufe erinnert, obwohl der Körper diese gerade nicht ausführen kann. Eingesetzt wird die PNF-Methode bei peripheren Nervenverletzungen oder Erkrankungen oder Verletzungen des zentralen Nervensystems, wie beispielsweise nach Schlaganfällen, Schädelhirntrauma, Querschnittlähmung, bei Multipler Sklerose, Rückenmarkserkrankungen oder Lähmungserscheinungen aufgrund von Tumoren, Entzündungen oder degenerativen Erkrankungen. In der Unfallchirurgie wird die | ||
| Weitere Informationen unter: Bobath-Therapie (bitte anklicken) PNF - Propriozeptive Neuromuskuläre Facilitation (bitte anklicken) Vojta-Therapie (bitte klicken) | ||
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